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Folgen und Konsequenzen

Die Eier werden mit einem Sekret an den Haarschaft direkt über der Kopfhaut geklebt. Das Sekret härtet zu einer zementartigen Substanz aus. Die Eier werden vor allem dort angeklebt, wo die Haare besonders dicht aneinander stehen: An den Schläfen, hinter den Ohren und im Nacken. Hier bleibt die Temperatur relativ konstant und die Luftfeuchtigkeit ist besonders hoch, so dass weniger Gefahr besteht, dass gerade geschlüpfte Läuse austrocknen. Die Nymphen schlüpfen in der Regel innerhalb von 7-8 Tagen. Spätestens nach 10 Tagen haben alle entwicklungsfähigen Embryos die Eihülle (Nisse) verlassen.

Das Immunsystem der Haut erkennt Komponenten des Läusespeichels als fremd und reagiert darauf mit einer Immunreaktion vom verzögerten Typ. Diese manifestiert sich in Form kleiner, einige Millimeter bis ein Zentimeter großen Schwellungen (Papeln) auf der Kopfhaut. Diese Papeln jucken stark. Der ausgeprägte Juckreiz ruft Kratzen hervor. Wird die entzündete Stelle intensiv gekratzt, kommt es zu einer Zerstörung (Exkoriation) der Kopfhaut. Bestehen Exkoriationen über längere Zeit, können sich daraus Geschwüre entwickeln.

Exkoriationen und Geschwüre sind Eintrittspforten für Eitererreger. Bei einer länger persistierenden, nicht behandelten bakteriellen Infektion der Kopfhaut schwellen die regionalen Lymphknoten an. Bei einem Erstbefall treten die Krankheitszeichen erst nach 3-5 Wochen auf, so dass der Befall in der Regel auch erst dann erkannt wird. Dies bedeutet, dass die betroffene Person bereits mehrere Wochen infektiös war und möglicherweise bereits andere Personen angesteckt hat. Kommt es nach einer ausgeheilten Pediculosis capitis zu einem erneuten Befall der Kopfhaut, so treten die Symptome bereits nach 48 Stunden auf. Der Anteil symptomloser Kopflausträger ist unbekannt. Meist wird die Erkrankung entdeckt, wenn beim Kämmen eine Laus vom Kopf fällt, ein Kind sich häufig kratzt oder bei näherem Hinsehen eine Laus entdeckt wird. Beim Nachweis von Kopflausbefall bestehen zwei grundsätzliche Schwierigkeiten. Erstens sind in Europa bei 80% der Betroffenen nur weniger als 10 Läuse vorhanden. In Entwicklungsländern sind es häufig Hundert und mehr. Um sicher zu gehen, dass ein Kinderkopf frei von Läusen ist, ist deshalb eine genaue Untersuchung notwendig. Zweitens sind Kopfläuse – vor allem die juvenilen Entwicklungsstadien – schwierig zu erkennen, da sie sehr klein und nahezu durchsichtig sind oder in etwa der Farbe der Haare haben. Die Unterscheidung zwischen beiden Eitypen ist wichtig.



  
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